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Polen bewerten Verhältnis zu Deutschland besser | Polen bewerten Verhältnis zu Deutschland besser |
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Erfreuliche Lichtblicke: Nach dem Amtswechsel vom national-konservativen Premier Jaroslaw Kaczynski hin zum neuen liberalen Regierungschef Donald Tusk bewertet mehr als jeder dritte Pole das Verhältnis zu Deutschland als "gut". 38 Prozent der Befragten äußerten sich so. Im Juli 2007 waren es nur 18 Prozent gewesen. Damit hat sich die Zahl der positiven Meinungen binnen eines knappen Jahres mehr als verdoppelt. Der Trend ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie des Warschauer Meinungsforschungsinstituts CBOS, das dieselben Fragen auch im vergangenen Jahr gestellt hatte. Bei der Umfrage fällt auch ins Auge, dass die negativen Einschätzungen des Verhältnisses der beiden Nachbarstaaten nachgelassen haben. 13 Prozent waren es in 2007, aktuell sind es nur noch 9 Prozent. Für die größte Fraktion der Befragten (47 Prozent) ist das Verhältnis nicht gut, aber auch nicht schlecht. Je jünger die Polen sind, desto positiver fällt ihre Bewertung aus: Bei den Unter-24-Jährigen spricht fast jeder Zweite von einem "guten" Verhältnis. Negativ äußern sich vor allem Befragte, die älter als 65 Jahre sind - also rein rechnerisch noch im Zweiten Weltkrieg zur Welt kamen. Welche Punkte das deutsch-polnische Verhältnis belasten, ist für die meisten befragten Polen klar: Das in Berlin geplante Dokumentationszentrum gegen Vertreibung, die Eigentumsansprüche deutscher Vertriebener und die deutsch-russische Pipeline durch die Ostsee. Trotz der Reibungspunkte hält mehr als die Hälfte (53 Prozent) eine einvernehmliche Sichtweise der jüngeren deutschen Geschichte für möglich. Nur jeder Dritte schließt eine gemeinsame Geschichtsinterpretation aus. | |
| Autor: Heiko Lossie | |
| Donnerstag, 15 Mai 2008 | |
| Letzte Aktualisierung ( Freitag, 16 Mai 2008 ) |