polen-rundschau Online·polen-rundschau Weblog·polen-rundschau Fotoblog·Impressum
Startseite
Nachrichten
Aktuelle Ausgabe
Blick in die Lausitz
Service
Kontakt
Polen-Ratgeber
Alle Regionalzeitungen
 
Startseite arrow Nachrichten arrow Tusk: "Europa für Kaczynski gemanische Horden und Homosexuelle"
Tusk: "Europa für Kaczynski gemanische Horden und Homosexuelle"
Regierungschef Donald Tusk hat heute Morgen in einem Radiointerview den Ex-Premier und Chef der größten Oppositionspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, scharf angegriffen. Sein Lager sei "in großem Maße antieuropäisch" und fügte hinzu: "Tief im Inneren besteht Europa für sie immer noch aus germanischen Horden und Homosexuellen, die ihre Ehre angreifen." Tusk bezog sich auf Kaczynskis Warnung, Polen könne zu einer bloßen "Wojewodschaft Europas" werden und seine staatliche Souveränität verlieren. Kaczynskis Bruder, Staatspräsident Lech Kaczynski, hat damit gedroht, unter Umständen einen polnischen Parlamentsbeschluss zur Ratifizierung des EU-Traktat von Lissabon nicht zu unterzeichnen, sollten seine Forderungen nicht umgesetzt werden. Das Staatsoberhaupt hat in den Hauptstädten Europas großes Unverständnis mit seiner plötzlichen Opposition zu Lissabon hervor gerufen. Er selbst hatte den Traktat mit ausgehandelt und danach als seinen Erfolg gepriesen. In einer Fernsehansprache am Montag beschwor er dramatische Gefahren für die Unabhängigkeit Polens herauf. So würde eine Zustimmung zum Traktat in seiner jetzigen Form die Türen für Entschädigungsforderungen deutscher Vertriebener oder für Homosexuellen-Hochzeiten öffnen, ohne das Polen etwas dagegen tun könne. Der Kanadier, dessen Schwulenhochzeit bei Kaczynskis Rede als bildliche Untermalung gezeigt wurde, hat sich unterdessen offiziell beim polnischen Konsulat dagegen beschwert, dass die Bilder seiner Heirat für eine politische Kampagne in Polen gegen Homosexuelle verwendet wurden. 
Autor: Mirko Kaupat   
Mittwoch, 19 März 2008
 

Nach oben ↑