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Merkel zuversichtlich nach Treffen mit Kaczynski | Merkel zuversichtlich nach Treffen mit Kaczynski |
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Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht nach ihrer zweitägigen Dienstreise in Polen das angespannte Verhältnis der beiden Nachbarländer auf einem Weg der Besserung. Samstagabend hatte Präsident Lech Kaczynski die Kanzlerin in seinem Privathaus auf der Ostseehalbinsel Hel empfangen.
Wie deutsche und polnische Medien übereinstimmend berichteten, hätten Merkel und Kaczynski alle strittigen Fragen der deutsch-polnischen Beziehung angesprochen. Dazu gehören etwa die Vertriebenen-Problematik mit der aktuellen Klage der Preußischen Treuhand und dem von Erika Steinbach vorangetriebenen Zentrum gegen Vertreibungen, ein Zustandebringen der Europäischen Verfassung, die Ostsee-Pipeline, Polens geplante Mitgliedschaft im US-Raketenschutzschild sowie Fragen der Pressefreiheit und des Minderheitenschutzes in Polen. Merkel ließ über ihren Regierungssprecher verlauten, man habe bei den Gesprächen die "Vertrauensgrundlage weiter verbessert". Außerdem berichtete die Kanzlerin mit Blick auf eine gemeinsame Verfassung der Staatengemeinschaft, sie "habe den gemeinsamen Willen gespürt, in der EU voranzukommen". Künftig sei eine "enge Zusammenarbeit" geplant. Kaczynski selber sagte dem polnischen Fernsehen, er habe "einen Schritt auf die Deutschen zu" gemacht. In Sachen Verfassung pochte Polen bislang darauf, einen Passus zum christlichen Ursprung des europäischen Kontinentes zu verankern. Außerdem war strittig, welches Gewicht Polens Stimme bei Entscheidungen haben solle. Neben brennenden politischen Fragen war auch Zeit für persönliche Worte. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die in der ehemaligen DDR aufwuchs, würdigte Polens Rolle in der Solidarnosc-Bewegung: "Ohne Ihre Freiheitsbewegung wäre auch mein Lebensweg anders verlaufen", sagte sie. | |
| Autor: Heiko Lossie | |
| Sonntag, 18 März 2007 | |
| Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 18 März 2007 ) |